Interkommunale Zusammenarbeit neu gedacht

7. April 2020

Bei weiter abnehmenden Einwohnerzahlen in Morschen – was auch für Nachbargemeinden zutrifft – wird die Gesamtverschuldung für alle weiter steigen. Obwohl die Abgabenlast für die Bürger seit Jahren schon sehr hoch ist, kann hier auf Dauer mit weiteren Anhebungen nicht die Lösung liegen. Denn durch die erdrückenden Schuldenlasten verbleibt immer weniger Geld für notwendige Investitionen in die Infrastruktur. Selbst der Erhalt der bestehenden Bedingungen wird damit infrage gestellt. Nach Auffassung der FDP muss hier ein Gegensteuern zielstrebig angegangen werden. Die Bündelung und Zusammenfassung von Verwaltungsaufgaben für die Bürger ist ein interessanter Ansatz, da die Personalkosten im Altkreis Melsungen bis zu 33 % der Gesamthaushalte ausmachen. Die Reduzierung der hohen Personalkosten durch von oben übergestülpte und wenig überzeugende Maßnahmen vor Ort, wie im Falle des gemeinsamen Ordnungsbehördenbezirks, war für Morschen nicht die Lösung. Deshalb war das Verlassen dieser einseitigen Einrichtung für Morschen dann auch nur konsequent.

Die FDP Morschen ist der Auffassung, dass die Möglichkeiten der Zusammenarbeit in Bereichen wie Standesamt, Bauhof, Kassenwesen usw. besser von den betroffenen Abteilungen selbst eingeleitet und umgesetzt werden. Wenn man diese Fachbereiche einmal zusammenführt um Erleichterungen und Vorteile für alle Beteiligten erarbeiten zu lassen, dann ist hier nicht von vornherein eine Abwehrhaltung die Folge. Anstelle dessen wird im gemeinschaftlichen und konstruktiven Austausch nach Lösungen, Verbesserungen und Kosteneinsparungen gesucht, die für alle entsprechende Vorteile beinhalten. Beweisen wir doch, dass es über diesen fortschrittlichen und vor allem mitarbeiterfreundlichen Weg tatsächlich geht!