Anpacken ist das Motto

17. Oktober 2018

Bericht aus der Gemeinde: Gebühren, Kindergärten

Anpacken ist das Motto der Stunde

Anpacken ist das neue Motto seit der Kommunalwahl 2016. Mit viel Engagement aller Parteien im Gemeindeparlament ist es inzwischen gelungen, aus der damaligen sehr schweren Finanzsituation herauszukommen. Streichungen und Gebührenerhöhungen,, die zwar nicht populär sind, waren zwingend notwendig. Diese harten Maßnahmen waren es letztlich, die nach der zwischenzeitlichen Haushaltssperre jetzt wieder Möglichkeiten zum Gestalten geben. Auch wenn die Entschuldung durch die Hessenkasse vielleicht als ein Wahlkampfgeschenk zu sehen war, ist damit für Morschen eine Entlastung von 6,7 Millionen Euro zustande gekommen.

Zusätzlich wird in den Ortsteilen viel Eigeninitiative entwickelt, wird kräftig mit angepackt und über den Arbeitseinsatz der Bürger auch für weitere finanzielle Entlastung der Gemeinde gesorgt. Mit diesem Einsatz, ob nun verschiedene Maßnahmen in Heina, die Friedhofgestaltung in Altmorschen und Wichte oder der Bau einer Schutzhütte in Binsförth – um nur einige Beispiele zu nennen – ist der Gemeinde viel Geld gespart worden. Auch die Bürger identifizieren sich stärker mit ihren Ortsteilen und tragen mit ihrer Eigeninitiative dazu bei, das Leben in den Dörfern vielfältiger und lebenswerter zu machen. Dieser eingeschlagene Weg sollte unbedingt weiter gegangen werden.

 

Gebührensätze im Überblick

Bei weiterhin deutlich abnehmenden Einwohnerzahlen in Morschen wirken sich Kostenentwicklungen beim Trinkwasser für jeden einzelnen Bürger natürlich noch stärker aus. Umso erfreulicher ist, dass der Trinkwasserpreis mit 2,46 € pro cbm seit dem 01.01.2015 stabil gehalten werden konnte.

Für das Abwasser gilt seit dem 01.01.2014 die Trennung zwischen Schmutzwasser und Niederschlagswasser. Mit der getrennten Erhebung wird das Niederschlagswasser mit 0,40 € pro cbm angesetzt, während für das Schmutzwasser seit dem 01.01.2015
4,20 € pro cbm berechnet werden.

Beim Grundsteuer-Hebesatz haben wir in den letzten Jahren eine Entwicklung mit gewaltigen und ständigen Erhöhungen zu verzeichnen. Ausgehend von einem Hebesatz von 320 Prozent ab Anfang 2014 wurden rückwirkend ab 01.01.2015 360 Prozent, ab 2016 dann 380 Prozent und dem Mörscher Bürger seit dem 01.01.2017 sage und schreibe 580 Prozent aufgebürdet. Die FDP Morschen ist der Meinung, dass damit nun ein Ende sein muss und die Bürger nicht immer weiter zur Kasse gebeten werden dürfen.

 

Umwelt- und Energiebilanz der Gemeinde

Da einige Nachbargemeinden Morschens in ihren Veröffentlichungen immer wieder die Umweltverträglichkeit der von ihnen geplanten Maßnahmen und das Umweltbewusstsein in ihren Gemeinden werbewirksam herausstellen, hat die FDP Morschen beantragt, den aktuellen Stand der Umwelt- und Energiebilanz wieder einmal zu veröffentlichen. Nachdem die Stromversorger dies alljährlich erfassen und Morschen schon vor Jahren auf einen Umweltfaktor von 30,5 Prozent auf sämtliche Energieträger kam, müsste nach den vielen privaten Investitionen in den letzten Jahren die Energiebilanz inzwischen noch besser sein.

 

Kindergarten Neumorschen unter neuer Leitung

Mit Beginn des neuen Kindergartenjahres hat der gemeindliche Kindergarten Neumorschen mit Frau Riemenschneider eine neue Leiterin. In der Presse hat sie bereits von ihren neuen Ideen und ihrem Tatendrang berichtet. So weit so gut, aber es bleibt zu hoffen, dass jetzt auch die zuständige Kreisbehörde den Ideen und Plänen folgt. Ob die geplante Krabbelgruppe oder die Idee eines Waldkindergartens sich so schnell realisieren lassen, bezweifeln wir zumindest. Es war ja schließlich die Aufsichtsbehörde beim Landkreis die mit Ihren teilweise maßlosen Forderungen den kompletten Umbau des Kindergartens gefordert hat.

Das Wahlkampfgeschenk der Landesregierung, dass jetzt sechs Stunden täglich für 136 Euro frei sind, führt nicht dazu, dass sich der Zuschuss der Gemeinde zum Kindergarten auch nur um einen Euro verringert. Im Gegenteil, es gibt es jetzt die Tendenz das Eltern, aufgrund der Einsparung nun vermehrt vom Ganztagsangebot Gebrauch machen werden. Das erfordert dann mehr Personal und somit auch noch höhere Kosten für die Gemeinde.

Kinderbetreuung und gerade auch die Kleinkinderbetreuung ist jedoch ein wesentlicher Faktor der als Angebot in einer Gemeinde bestehen muss. Wir warten gespannt, was bei knappen Finanzmitteln im Kindergarten Neumorschen passieren wird. Eine Alternative für die betroffenen Eltern sind auch die beiden in Morschen tätigen Tagesmütter. Diese können sehr flexibel auf Wünsche der Eltern bei der Betreuung von Kindern reagieren. Bedarf ist jedenfalls vorhanden. Vielleicht gibt es ja auch in diesem Bereich noch eine Angebotserweiterung. Als Gemeinde sollten wir jedenfalls alles versuchen, um den Standort Morschen für junge Familien attraktiv zu machen.